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Immer Ärger mit dem gelben Sack

Stadtpolitik

SPD setzt sich für eine Verbesserung der Entsorgung ein

In der letzten Stadtverordnetenversammlung hat die SPD einen Antrag eingebracht, der eine Lösung des Problems um den gelben Sack herbeiführen soll. „Jeder kennt den Ärger mit dem gelben Sack: Er ist zu dünn und reißt schnell, oft schon, wenn man ihn von der Rolle reißt. Ich nehme zur Stabilisierung zwei Säcke. Das kann keine Lösung sein und hilft auch nicht immer. Bei einer Abholung alle vier Wochen müssen die Säcke zwischengelagert werden. Viele haben nur draußen eine Möglichkeit dafür. Dann läuft man Gefahr, dass die Säcke von Katzen, Waschbären oder Iltissen aufgerissen werden“, erklärt Heidi Schlösser, Fraktionsvorsitzende, den Hintergrund des Antrags. „Im Januar wurden beim Sturmtief Axel vielerorts in Büdingen die zur Abholung bereit liegenden gelben Säcke über die Straßen gefegt, teils zerrissen und der Müll in der Landschaft verteilt.“ Die SPD sieht als Lösung oder zumindest Minderung des Problems, das Angebot einer gelben Tonne. Da nicht jeder die räumliche Möglichkeit hat, eine weitere Tonne aufzustellen, solle die Anschaffung auf freiwilliger Basis erfolgen. Sowohl Tonne als auch Sack oder sogar in Kombination sollen gleichzeitig zur Abholung bereitgestellt werden können. Noch vor der Sitzung gab die Verwaltung eine Erklärung heraus: “Die Möglichkeit zur Einführung einer gelben Tonne auf freiwilliger Basis (neben den gelben Säcken) ist nicht möglich. Ein Mischsystem aus Säcken und Tonnen wird sowohl vom Entsorger, als auch seitens des Wetteraukreises abgelehnt. Dies bedeutet, dass die Entsorgung entweder über Säcke oder entsprechend über Tonnen durchgeführt werden muss. Eine Umstellung auf Tonnen wäre dabei nur möglich, wenn sich alle Gemeinden des Wetteraukreises für die Einführung der Gelben Tonne entscheiden würden. Dies müsste dann mit dem Entsorger abgestimmt werden.“ „Wir müssen uns doch nicht mit einer Gegebenheit abfinden, die keine gute Lösung für die Bürger ist“, mahnt Heidi Schlösser die Passivität der anderen Fraktionen, die sich mit der Erklärung der Verwaltung zufrieden geben wollten. „Im Fachausschuss kann sachlich beraten werden, ob es eine bessere Lösung für die Entsorgung des Grünen Punkt Mülls gibt und wie wir vorgehen müssten, um eine Änderung herbeizuführen“, so schlägt die Fraktionsvorsitzende die Überweisung in den Ausschuss vor. Gespräche mit anderen Wetterauer Verwaltungen ergaben auch dort eine Unzufriedenheit mit dem Istzustand. „Es muss doch möglich sein, dass  sich die Verwaltungsspitze in der regelmäßig stattfindenden Bürgermeisterdienstbesprechung des Wetteraukreises einmal über die Müllentsorgung austauscht. Das wäre ja schon ein Anfang“ schlägt Manfred Scheid-Varisco, Fraktionsvorsitzender vor, „Natürlich haben wir vor der Einbringung unseres Antrages recherchiert und es gibt Kreise oder Städte, die sowohl Säcke als auch Tonnen im Mischsystem entsorgen“. Die SPD Fraktionsdoppelspitze setzt auf konstruktive Gespräche zwischen den Verwaltungsspitzen im Wetteraukreis: „Vielleicht gibt es kurzfristig keine Lösung für die Anschaffung einer gelben Tonne, aber bei der nächsten Vertragsvergabe könnte ein Mischsystem Vertragsgrundlage sein. Wir als Kommune sollten unsere Erwartungen der Kreisspitze mitteilen.“ In diesem Sinne beabsichtigt die SPD, die Thematik über ihren Kreistagsabgeordneten, Manfred Scheid-Varisko, auf Kreisebene diskutieren zu lassen. Unabhängig von der Einführung der gelben Tonne, fordert die SPD den Magistrat auf, eine deutliche Qualitätssteigerung bei den gelben Säcken zu veranlassen: „Damit können wir dem Bürger kurzfristig eine kleine Verbesserung der derzeit unbefriedigenden Situation verschaffen.“

Heidi Schlösser

6.2.17