15.01.2018 in Anträge

Kein EDEKA im Baugebiet Lipperts?!?

 


Weil die Gerüchte über eine Absage an eine Ansiedlung von EDEKA durch das Regierungspräsidium nicht abreißen wird die SPD Fraktion zur nächsten Stadtverordnetenversammlung eine Anfrage stellen.

 

Wir wollen wissen, ob die Nachricht stimmt, dass das Regierungspräsidium einer Genehmigung der Ansiedlung von EDEKA im Baugebiet Lipperts nicht zustimmt.

 

Weiterhin wollen wir wissen, wann die Stadt von der Stellungnahme des RP erfahren hat, dass einer Ansiedlung keine Genehmigung erteilt wird.

 

Wie konnte es zu der Zuversicht des Bürgermeisters kommen, der noch in der Bau- und Planungsausschusssitzung berichtete, dass das RP die Kaserne für einen entwicklungsfähigen Bereich hält und eine Ansiedlung eines Einkaufzentrums an diesem Standort befürwortet?

 

Hat der Investor bereits mit der Stadt Kontakt aufgenommen und wie ist seine Reaktion auf die Absage durch das RP?

 

Ebenso stellen sich uns die Fragen, ob der Magistrat die Interessen der Stadt (positiver Beschluss der SVV) beim RP vertreten hat und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen um das Projekt doch noch freizumachen.

 

10.01.2018 in Anträge

Glyphosatverbot auf Flächen der Stadt Büdingen

 

Die SPD Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung stellt zur Sitzung am 26.01.2018 einen Antrag, welcher vorsieht, dass auf städtischen Flächen keine glyphosathaltigen Herbizide verwendet dürfen.

Die Landwirte, die städtische Flächen gepachtet haben und diese bewirtschaften, sollen sich verpflichten, dass sie bei der Bearbeitung der Flächen auf den Einsatz von Glyphosat verzichten. Die Pachtverträge, bei denen sich der Pächter nicht auf eine Vereinbarung einlässt, sollen gekündigt werden.

Weterhin muss auch der städtische Bauhof und die Firmen, die städtische Flächen bearbeiten, verpflichtet werden auf den Einsatz von Glyphosat zu verzichten.

Ein Minderertrag der Landwirte könnte durch eine Reduzierung der Pacht ausgeglichen werden.

Die Fraktionsvorsitzenden begründen den Antrag damit, dass Glyphosat im Verdacht steht für Menschen, aber auch für Tiere krebserregend zu sein.

Auch wenn die Gremien in Brüssel am 27.11.2017 für weitere 5 Jahre die Nutzung von Glyphosat zugelassen haben sei dies kein Freibrief für eine Unschädlichkeit.

Große Teile der Bevölkerung (ca. 80% nach Umfragen) sind gegen eine weitere Nutzung von Glyphosat und waren empört, als Brüssel die Nutzung weiterhin zugelassen hat.

Deswegen setzen wir uns für den Willen der Bevölkerung in Büdingen ein und fordern ein Glyphosatverbot auf städtischen Flächen.

 

10.01.2018 in Allgemein

Neujahrsempfang 2018

 

Manfred Scheid-Varisco, neuer Vorsitzender der SPD Büdingen, eröffnete den Neujahrsempfang und begrüßte alle anwesenden Gäste.

Ein besonderer Gruß ging an die Sozi-Frauenpower, die in der ersten Reihe Platz genommen hatte. Landtagsabeordnete und Vorsitzende der SPD Wetterau Lisa Gnadl und Landrätinkandidatin Stephanie Becker-Boesch sollten später noch eine Rede halten. Zu ihnen hatten sich unsere Bundestagsabgeordnete Bettina Müller und die Fraktiosvorsitzende im Kreistag Christine Jäger gesellt.

In den Reden wurde einstimmig eins herausgestellt; die SPD muss mehr denn je die sozialen Themen anpacken und umsetzen und so ein gerechteres und sozialeres Leben für die Menschen ermöglichen.

Lisa Gnadl zitierte Anne Frank mit den Worten "Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen die Welt zu ändern. Wie herrlich, ob klein oder groß, direkt seinen Teil dazu beitragen kann, um Gerechtigkeit zu bringen und zu geben" und mahnte, dass die täglichen negativen Nachrichten über Gewalt, Terror und Katastrophen nicht zur Normalität werden sollten, sondern Ansporn sein sollten, anzupacken und Positives zu bewirken.

Sie begrüßte es, dass sich in Büdingen viele Menschen in den unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich einbringen und viel Zeit investieren um Positives für die Menschen zu bewirken.

Ortsvereinsvorsitzender Manfred Scheid-Varisco hatte in seiner Rede bereits bekräftigt, dass Menschen, die einen großen Teil ihrer Freizeit in das Ehrenamt stecken noch besser und mehr unterstützt werden müssen. Es sei die politische Aufgabe insgesamt bessere Rahmenbedingungen für das Ehrenamt zu schaffen.

Ebenso stellte Lisa Gnadl nochmals klar, dass es kostenfreie Bildung von der KiTa bis zum Studium nur mit der SPD Hessen gibt, denn anders als die politischen Gegner will die SPD eine komplette Gebührenbefreiung für die Eltern.

Heidi Schlösser, Fraktionsvorsitzende der SPD in der Stadtverordnetenversammlung, beantwortete die Frage "Was können Kommunalpolitiker angesichts des prekären Weltgeschehens tun?" mit den Worten " Wir können den Bürgern in Büdingen Sicherheit geben. Wir haben viele Gestaltungsmöglichkeiten, sei es unterstützenden oder direkt.

In ihrer Rede gab sie weiterhin einen Ausblick, welche Themen die SPD-Fraktion in 2018 anpacke will. Familien sollen entlastet werden, im Hinblick auf die Neubaugebiete müssen ausreichend KiTa-Plätze geschaffen werden, bezahlbarer Wohnraum muss geschaffen werden und ein Partner für ein Mehrgenerationenhaus in der Alten Militärregierung gefunden werden.

Ebenso sprach sie auch nochmals den jüngsten Antrag der Fraktion an, der ein Verbot von Glyphosat auf städtischen Flächen vorsieht.

Zum Schluss ihrer Rede versprach sie, die Möglichkeit von wiederkehrenden Straßenbeiträgen im Ausschuss zu prüfen.

Stephanie Becker-Bösch, welche im März als Kandidatin bei der Landratswahl antritt, berichtet in ihrer Rede über ihre Arbeit als Sozialdezernentin und kündigte an, dass ab 01.09. auch die Büdinger Grundschulen und die der angrenzenden Kommunen von einer flächendeckenden Schulsozialarbeit profitieren werden. Ebenso soll die Schulsozialarbeit an den Gymnasien und Berufsschulen ausgebaut werden.

Für die Seniorenpolitik würde in der Kreisverwaltung eine eigene Stelle geschaffen; um auch diese zu verbessern, so Becker-Bösch.

Der zum Jahresende ausgeschiedene Landrat Joachim Arnold hatte vor weigen Tagen die Bildung eines Zweckverbandes zur Förderung für bezahlbaren Wohnraum vorgestellt. Stephanie Becker-Bösch appellierte an die Büdinger Politiker, dass auch Büdingen sich diesem Zweckverband anschließt und betonte, das der Verband sich auch im Gesudheitsbereich einsetzen könnte und die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessern und sicherstellen könnte.

Zum Shluss des offiziellen Teil des Empfangs wurden noch langjährige Mitglieder der SPD geehrt. So überreichte Manfred Scheid-Varisco eine Urkunde für 25 Jahre treue Mitgliedschaft an Manfred Hix. Brigitte Boden, Bernd Friedl und Erwin Klahr wurden für je 40 Jahre treue Mitgliedschaft geehrt.

 

25.11.2017 in Kommunalpolitik

+++ Es ist ein Anfang - SPD begrüßt den Beschluss der Vereinsförderrichtlinie +++

 

"Acht Jahre hat es gebraucht – von der Einbringung unseres Entwurfes zur Vereinsförderung in die städtischen Gremien bis zu einem Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung. Wir sind mit der nun beschlossenen Richtlinie zufrieden, sehen es als Grundlage für eine Weiterentwicklung.

Es ist ein Anfang!", stellt die Fraktionsvorsitzende Heidi Schlösser erleichtert fest. Vor acht Jahren hatte die SPD begonnen, zusammen mit Vereinen eine Förderrichtlinie zu erarbeiten. Ziel war es damals wie heute, einen Förderungsanspruch für alle Vereine nach gewissen Kriterien gleichermaßen sicherzustellen.

Die Praxis, Einzelanträge an den Magistrat oder über Parteien zu stellen, sollte abgelöst werden. "Die Vereinsförderung soll für jeden Verein zugänglich sein, der die Voraussetzungen erfüllt", bekräftigt Manfred Scheid-Varisco, SPD Fraktionsvorsitzender. Wichtig ist der SPD dabei der Bestandsschutz. Vereine, die für Ihre herausragende soziale Arbeit, Kulturförderung oder Veranstaltungen für Jedermann etc. dem Gemeinwohl dienen, sollen Ihren Zuschuss behalten und damit Planungssicherheit haben. Als Beispiel sei genannt: der Waldkindergarten, die Musik-und Kunstschule, die AWO, der BCC und viele mehr. "Um dieses sicherzugestellen haben wir dafür gesorgt, dass die Haushaltsnummern zu den Zuschüssen als Bestand in die Satzung eingearbeitet werden. So wird eine Überprüfung durch die politischen Vertreter erleichtert", erklärt die Doppelspitze.

Einen Schwerpunkt setzt die SPD auf Kinder- und Jugendförderung und der Unterstützung im investiven Bereich. Die SPD-Fraktion stellt fest: "Einen Durchbruch bei den jahrelangen Beratungen brachte die neue Konstellation im Amt für Jungend, Kultur und Soziales (JKS), die neue Ausschussvorsitzende und die Arbeitsfreudigkeit der Ersten Stadträtin.“ So wurde erstmalig in dieser Legislaturperiode der lange geforderte Entwurf von JKS in den Ausschuss eingebracht.

Dankbar ist die SPD auch den politischen Kollegen von CDU und Pro Vernunft, die mit gesonderten Anträgen zur Vereinsförderung das Thema pushten. „Leider ist unser Vorschlag, dass jeder Verein einmal jährlich auch eine kommerzielle Veranstaltung gebührenfrei in einem DGH ausrichten kann, abgelehnt worden. Das wäre in unseren Augen eine unterstützende, gerechte und unaufwändige Ergänzung zur Förderung gewesen“, bedauert die SPD-Fraktionsspitze.

In nächster Zeit wird die Vereinsförderrichtlinie unter Bürgerservice-Ortsrechtsammlung auf der Homepage der Stadt Büdingen einzusehen sein – heute schon auf der Website der SPD.

Die SPD-Fraktion räumt ein, dass die Förderung bisher noch sehr übersichtlich und ausbaufähig ist: „Aber es ist ein Anfang!“.

 

Heidi Schlösser

21.11.17

 

Link zur Beschlussvorlage:

http://www.spd-buedingen.de/dl/Beschlussvorlage_zur_Vereinsfoerderung.pdf

 

 

 

04.05.2017 in Allgemein

3. Lorbacher Handkäsfest am 01. Mai erneut ein voller Erfolg

 

SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller, SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl, Bürgermeister Erich Spamer und Erste Stadträtin Henrike Strauch einig gegen „rechts“

 

09.02.2017 in Stadtpolitik

Immer Ärger mit dem gelben Sack

 

SPD setzt sich für eine Verbesserung der Entsorgung ein

In der letzten Stadtverordnetenversammlung hat die SPD einen Antrag eingebracht, der eine Lösung des Problems um den gelben Sack herbeiführen soll. „Jeder kennt den Ärger mit dem gelben Sack: Er ist zu dünn und reißt schnell, oft schon, wenn man ihn von der Rolle reißt. Ich nehme zur Stabilisierung zwei Säcke. Das kann keine Lösung sein und hilft auch nicht immer. Bei einer Abholung alle vier Wochen müssen die Säcke zwischengelagert werden. Viele haben nur draußen eine Möglichkeit dafür. Dann läuft man Gefahr, dass die Säcke von Katzen, Waschbären oder Iltissen aufgerissen werden“, erklärt Heidi Schlösser, Fraktionsvorsitzende, den Hintergrund des Antrags. „Im Januar wurden beim Sturmtief Axel vielerorts in Büdingen die zur Abholung bereit liegenden gelben Säcke über die Straßen gefegt, teils zerrissen und der Müll in der Landschaft verteilt.“ Die SPD sieht als Lösung oder zumindest Minderung des Problems, das Angebot einer gelben Tonne. Da nicht jeder die räumliche Möglichkeit hat, eine weitere Tonne aufzustellen, solle die Anschaffung auf freiwilliger Basis erfolgen. Sowohl Tonne als auch Sack oder sogar in Kombination sollen gleichzeitig zur Abholung bereitgestellt werden können. Noch vor der Sitzung gab die Verwaltung eine Erklärung heraus: “Die Möglichkeit zur Einführung einer gelben Tonne auf freiwilliger Basis (neben den gelben Säcken) ist nicht möglich. Ein Mischsystem aus Säcken und Tonnen wird sowohl vom Entsorger, als auch seitens des Wetteraukreises abgelehnt. Dies bedeutet, dass die Entsorgung entweder über Säcke oder entsprechend über Tonnen durchgeführt werden muss. Eine Umstellung auf Tonnen wäre dabei nur möglich, wenn sich alle Gemeinden des Wetteraukreises für die Einführung der Gelben Tonne entscheiden würden. Dies müsste dann mit dem Entsorger abgestimmt werden.“ „Wir müssen uns doch nicht mit einer Gegebenheit abfinden, die keine gute Lösung für die Bürger ist“, mahnt Heidi Schlösser die Passivität der anderen Fraktionen, die sich mit der Erklärung der Verwaltung zufrieden geben wollten. „Im Fachausschuss kann sachlich beraten werden, ob es eine bessere Lösung für die Entsorgung des Grünen Punkt Mülls gibt und wie wir vorgehen müssten, um eine Änderung herbeizuführen“, so schlägt die Fraktionsvorsitzende die Überweisung in den Ausschuss vor. Gespräche mit anderen Wetterauer Verwaltungen ergaben auch dort eine Unzufriedenheit mit dem Istzustand. „Es muss doch möglich sein, dass  sich die Verwaltungsspitze in der regelmäßig stattfindenden Bürgermeisterdienstbesprechung des Wetteraukreises einmal über die Müllentsorgung austauscht. Das wäre ja schon ein Anfang“ schlägt Manfred Scheid-Varisco, Fraktionsvorsitzender vor, „Natürlich haben wir vor der Einbringung unseres Antrages recherchiert und es gibt Kreise oder Städte, die sowohl Säcke als auch Tonnen im Mischsystem entsorgen“. Die SPD Fraktionsdoppelspitze setzt auf konstruktive Gespräche zwischen den Verwaltungsspitzen im Wetteraukreis: „Vielleicht gibt es kurzfristig keine Lösung für die Anschaffung einer gelben Tonne, aber bei der nächsten Vertragsvergabe könnte ein Mischsystem Vertragsgrundlage sein. Wir als Kommune sollten unsere Erwartungen der Kreisspitze mitteilen.“ In diesem Sinne beabsichtigt die SPD, die Thematik über ihren Kreistagsabgeordneten, Manfred Scheid-Varisko, auf Kreisebene diskutieren zu lassen. Unabhängig von der Einführung der gelben Tonne, fordert die SPD den Magistrat auf, eine deutliche Qualitätssteigerung bei den gelben Säcken zu veranlassen: „Damit können wir dem Bürger kurzfristig eine kleine Verbesserung der derzeit unbefriedigenden Situation verschaffen.“

Heidi Schlösser

6.2.17

 

01.02.2017 in Fraktion

Rede des SPD Stadtverordneten Horst Richter zum Haushalt 2017 in der Stadtverordnetensitzung am 27.01.2017

 

Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,

in nur acht Sitzungen hat der Finanzausschuss den vorliegenden Haushalt 2017 beraten und für Sie die heute vorliegende Beschluss-empfehlung bis auf ganz wenige Ausnahmen, einstimmig beschlossen.

Dass wir unsere Haushaltsberatungen relativ zügig voran gebracht haben, lag im Wesentlichen an der sehr guten Vorarbeit und Unterstützung durch die Finanzabteilung.

Alle Fragen wurden dem Finanzausschuss zügig und umfassend beantwortet.

Es lag aber auch an der bisweilen sehr sachbezogenen und zügig geführten Diskussion im Ausschuss.

Ich erinnere noch einmal daran, der Haushaltsplanentwurf  wies im Ergebnishaushalt erstmalig seit vielen Jahren mal wieder einen Überschuss von 46.502 Euro auf.

Im Entwurf lag die Nettokreditaufnahme für Investitionen  und Investitionsfördermaßnahmen  bei 650.000 €, was bei weitem nicht ausreichte, um die Anträge der Ortsbeiräte, die leider erst sehr spät in die Haushaltsberatungen einbezogen wurden,  umfassend zu berücksichtigen.

Der Finanzausschuss fordert die Verwaltung noch einmal mit Nachdruck auf, die Anträge der Ortsbeiräte zum Haushalt bereits bei der Aufstellung des Planentwurfs und vor der Beratung im Magistrat zu berücksichtigen.

Ein entsprechender Begleitbeschluss ist erneut Bestandteil des diesjährigen Haushalts.

Wie vielen anderen Gemeinden  schiebt die die Stadt Büdingen Jahr für Jahr einen immer größer werdenden Berg notwendiger Investitionen in Höhe von mehreren Millionen vor sich her. Beispielhaft erwähnt seien hier nur der Straßenbau, die Sanierung der Brücken, der Maschinenpark des Bauhofs, dringend notwendige energetische Sanierungen, die Sanierung der Stadtmauer um nur einiges zu nennen.

So war es auch bei den diesjährigen Haushaltsberatungen. Um kleinste Investitionen z.B. eine Buswartehalle im Stadtteil X in Höhe von 10.000 € oder im Stadtteil Y eine Dachsanierung eines Sportheims mit 6.000 € zu bezuschussen, wurden Straßensanierungen in die Nächsten Jahre, Mittel für dringen notwendige Brückensanierungen drastisch zusammengestrichen.

Das nun der Ihnen zur Beschlussfassung vorliegende Haushalt dennoch nur eine Nettoneuverschuldung von 730.000 € für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen vorsieht, dass in der Ihnen vorliegenden Beschlussvorlage im Ergebnisshaushalt  2017 mit einem Überschuss in Höhe von 448.571€ zu rechnen ist, ist auch wenn es noch so schön wäre,  nicht in erster Linie das Verdienst der guten Arbeit des Finanzausschusses.

Die anhaltende gute Konjunktur, die Erhöhung der Schlüsselzu-weisung, die uns auch durch die gestiegene Einwohnerzahl  in der Erstaufnahmeeinrichtung zu Gute kommt und die Senkung der Kreisumlage um 450.000 € haben hierzu ihren Beitrag geleistet.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die finanzielle Unterstützung der Gemeinden mit Erstaufnahmeeinrichtungen mit einem Gesamtbetrag von 25 Millionen Euro, von denen auch unsere Gemeinde profitiert.

Besonders erfreulich ist, dass unsere Gemeinde durch das längst überfällige kommunale Investitionsprogramm vom Bund und vom Land mit eine Zuweisung für dringende Investitionen in Höhe von 2.267.972 Euro rechnen kann. Der Eigenanteil in Höhe von 280.000 € den die Stadt zu tragen hat, ist hier gut investiert. Ein großer Teil des Investitionsstaus kann damit endlich beseitigt werden.

Dabei will ich es mir nicht verkneifen und darauf verweisen, dass es im wesentlichen die Sozialdemokraten in der Bunde-regierung waren, die dieses kommunalpolitische Förder-programm auf den Weg gebracht haben. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, wo unsere Forderung  nach Investitionsprogrammen als unrealistische verteufelt wurde.

Und schließlich konnten wir in den Beratungen des Finanz-ausschusses auch Investitionsmittel für die Stadtteile frei-machen, indem wir vorschlagen, die Mittel für die Sanierung unserer Stadtmauer durch eine Verpflichtungsermächtigung auf mehrere Jahre zu strecken, was uns durch den Bundeszuschuss in Höhe von 150.000 € etwas leichter viel.

Abschließend lassen sie mich noch einige Worte zum Stellenplan sagen.

Wenn langläufig, manchmal auch in diesem Hause behauptet wird, wir investieren nicht in die Zukunft unserer Kinder, dann möchte ich mich mit dieser Mär einmal auseinandersetzen.

Wenn wir heute diesem Haushalt zustimmen, dann geben wir unsere Zustimmung auch für die Schaffung von 15,22 neuen Stellen im Stellenplan. Davon allein 13,7 neue Stellen für die Hortkinder -, Kindergarten- und U3 Betreuung. Das führt zu einem Anstieg der geplanten Personalkosten um ca. 570.000 €.

Für die Einen nur ein Kostenfaktor.

Für uns sehr gut investiertes Geld in die Zukunft unserer Kinder, ihrer Eltern und für Weiterentwicklung unserer demokratischen Gesellschaft.

Bedauerlich bleibt nach wie vor, dass sich Bund und Länder an dieser Zukunftsaufgabe finanziell nur unzureichend beteiligen.

Die FDP und wir haben uns auch für eine zusätzliche Stelle in der Bücherei stark gemacht. Weil auch das Arbeit an der Zukunft unserer Kinder und schließlich auch unseres Gemeinwesens ist.

Der Finanzausschuss hat diesen Antrag mehrheitlich unterstützt. Ich hatte den Eindruck, dass der Bürgermeister darüber nicht sehr erfreut  war.

Auch hierüber werden Sie entscheiden, wenn Sie gleich in der Abstimmung dem Haushalt  2017 zustimmen.

Meine Fraktion bedankt sich bei den Ortsbeiräten für die kollegiale Diskussion ihrer Anträge aus den Stadtteilen. Ihre Anträge waren sehr wohl von der Erkenntnis getragen, dass die Stadt Büdingen in den nächsten Jahren auch und gerade bei den Investitionen sparen muss.

Meinen Dank richte ich auch an den Vorsitzenden des Finanzausschusses, der es immer wieder geschafft hat, unsere manchmal etwas ausufernden Diskussionen zusammenzufassen.

Die SPD Fraktion bedankt sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern der Finanzabteilung , die mit hoher Fachkompetenz und dem notwendigen Überblick  unsere Arbeit im Finanzausschuss enorm erleichtert und unterstützt hat.

Wir können stolz sein auf solche Mitarbeiter in unserer Verwaltung.

Die SPD Fraktion stimmt der vorgelegten Beschluss-empfehlung des Finanzaus-schusses für den Haushalt 2017 ohne Vorbehalt zu.

 

01.02.2017 in Stadtpolitik

Erste Stadträtin zieht 100-Tage-Bilanz Pizzeria Roma voll besetzt / „Henrike Strauch tut Büdingen gut“

 
v. l. Jürgen Stürtz, Jürgen Rollmann, Henrike Strauch, Sonja Mücke, Alexander Thron

In der voll besetzten Pizzeria Roma in Lorbach hat Büdingens neue Erste Stadträtin Henrike Strauch ihre 100-Tage-Bilanz präsentiert. „Wir leben im ländlichen Raum. Das ist unsere Heimat, die wir lieben. Es macht mir unheimlich viel Spaß, mich dafür einzusetzen“, sagte Strauch, die eine Vielzahl von Themen behandelte und im Anschluss an ihren Vortrag lebhaft mit den Besuchern (darunter u.a. die SPD-Stadtverordneten Sieglinde Huxhorn-Engler und Matthias Kaiser, die ehemaligen Stadtverordneten Lutz Höritzsch, Gerhard Kemink, Dieter Egner und Bernd Leitner, Lorbachs Ortsvorsteher Matthias Wiegand, Siegfried Wanowksi, Vorsitzender des Verschwisterungsvereins, Jürgen Kühnl, ehemaliger Amtsleiter JKS, Waldemar Steinbring, Ortsvorsteher Diebach a.H.) diskutierte.

Am Anfang ihrer am 1. August angetretenen Amtszeit habe sie erst einmal herausfinden müssen, wer für was im Rathaus verantwortlich ist, zumal sie ihr Dezernat JKS (Jugend, Kultur, Soziales) zu Beginn ohne Amtsleiter übernahm. „Das war für mich die größte Umstellung zu meiner vorherigen Tätigkeit als Hauptamtsleiterin in Glauberg. Ich kam aus einer kleinen Verwaltung, da haben wenige alles gemacht.“

Neben ihrem Dezernat ist sie für das Hauptamt (Gemeindeorgane, Außenstellenleiter, Ortsbeiräte) und den Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft zuständig. Sie sei glücklich, dass die ,Familienstadt mit Zukunft“ weiter geführt werden könne. Der neu Lorbacher Kindergarten werde im Mai eröffnet und sei jetzt schon ausgebucht: „Wir versuchen, uns in allen Stadtteilen familienfreundlich aufzustellen.“ Auch viele Projekte zur Integration von Flüchtlingen werden von ihr im JKS betreut. Sie habe großen Respekt vor der Arbeit der Büdinger Ehrenamtsagentur und möchte Ansprechpartner für die Vereine und Kulturschaffenden sein. Mit dem Verschwisterungsverein war sie jüngst in Loudeac. „Es ist wichtig, gerade in heutiger Zeit den Austausch über Grenzen hinweg zu pflegen.“

Dazu gehört für sie auch die Gründung des Vereins „Demokratie leben“, dessen Vorsitzende sie ist: „Wir haben in Büdingen keinen Platz für rechte Gesinnung. Wir sind herzlich, wir gehen wertschätzend miteinander um.“
Elektromobilität, Stadtenwicklung, Dorfentwicklung, finanzierbare Baugebiete, Wirtschaftsförderung und die interkommunale Zusammenarbeit waren weitere Themenbereiche, die Henrike Strauch streifte und dafür in einigen Wortbeiträgen viel Lob ausgesprochen bekam.

Jürgen Rollmann, erster Vorsitzender der Lorbacher SPD: „Henrike Strauch tut Büdingen gut! Ihr Engagement und herzerfrischende Art sind wohltuend und schon jetzt ein Gewinn für die hiesige Kommunalpolitik.

 

01.02.2017 in Fraktion

Stellungnahme der SPD zur Erhaltung des 50er Jahre Museums in Büdingen

 

Die SPD Fraktion drückt ihre Haltung zur Sicherstellung der Erhaltung des 50er Jahre Museums mit Heidi Brühls Songtext aus dem Jahre 1959 aus:

"Wir wollen niemals auseinandergeh'n,
wir wollen immer zueinandersteh'n.
Mag auf der grossen Welt auch noch soviel gescheh'n,
wir wollen niemals auseinandergeh'n."

 

Seit 1999 ist das 50er Jahre Museum ein Teil Büdingens. Die SPD-Fraktion erinnert sich gut, als damals nicht die "Zwei kleinen Italiener" nach Conny Froebess sondern die zwei bemerkenswerten Arbeiter die Stadt bei ihrem Vorhaben um Hilfe  baten.

Anfangs wurden sie häufig belächelt nach dem Motto: So'n Kram hab ich auch noch Zuhause. Dabei handelt es sich nach Meinung der SPD wie Bill Ramsay besingt um wertvolle "Souvenirs, Souvenirs" aus einer Zeit, die vor 30 Jahren, als das Ehepaar Arbeiter zu sammeln begann, erst 30 Jahre her war. Heute sind es nunmehr 60 Jahre. Jetzt ist es Geschichte. "So schön, schön war die Zeit." Und "Ausgerechnet Bananen"-kisten waren in politischen Diskusionen wieder und wieder der Aufreger, weil das Ehepaar Arbeiter die Ausstellungsstücke in Bananenkisten verpackt, die damals in verschiedenen städtischen Liegenschaften lagerten.

Die Anerkennung der Pionierarbeit zur Erhaltung der Kultur der Nachkriegsjahre erhielten die Arbeiters und der 50er Jahre Museums Verein nicht zuletzt durch das Interesse von außen – das Interesse der vielen Besucher und der vielen – auch prominenten - Unterstützer sowie der bundesweiten Medien. Heute ein touristisches Highlight, das nicht mehr weg zu denken ist. Besucher gehen mit der Erinnerung "Das hab ich" – nicht "in Paris" – aber in Büdingen "gelernt "nach Hause.

Endgültig breite kommunalpolitische Anerkennung fand das Museumsprojekt 2009, als das Stadtparlament einstimmig die Erweiterung des Museums im Rahmen der Altstadtsanierung  beschloss. Diese ermöglichte den Aufbau des Veranstaltungsraums inklusive einer Milchbar. - Ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftswunderzeit, wie Bibi Johns besingt:

"Jeden Morgen sitz ich um halb neun in der Bürgermeisterei.

Und ich führe dort tagaus, tagein still und fleissig die Kartei.

Aber nachts in der Bar, aber nachts in der Bar fängt für mich das wahre Leben an.

Aber nachts in der Bar, aber nachts in der Bar rette sich vor mir wer kann."

 

Ja: "Der schönste Platz ist immer an der Theke…."

 

Die SPD Fraktion will das Museum erhalten und stimmt einem Grundsatzbeschluss zu. Wie? - Das müssen laut SPD "Die Zuckerpuppe von der Bauchtanzgruppe", "Der Mann am Klavier", "Der lachende Vagabund", "Lilly Marleen", "Köhlerlisl" und "die Capri Fischer" im Ausschuss beraten. Ein tragfähiges Fortführungskonzept sowie dessen Finanzierung muss gemeinsam mit dem Trägerverein erarbeitet werden.

Wir hoffen der Beitrag hat ein wenig unterhalten. "Schau nicht auf die Uhr…" Nicht ganz so ernst nehmen, ernst ist es der SPD jedoch  mit der Erhaltung des Museums.

 

Vielen Dank!

Ihre "Heidemarie"

 

27.01.17

Heidi Schlösser

 

Termine und Veranstaltungen

----------

Wahlen

  • Kommunalwahl 2016
    Ihre SPD Kandidaten für das Stadtparlament  >>>

Counter

Besucher:976185
Heute:60
Online:2

Facebook

Suchen

Zur Startseite