Berufsschulen: SPD will beide Standorte erhalten

Veröffentlicht am 11.06.2019 in Kommunalpolitik

Kreisanzeiger, Erschienen am 02.06.2019 

Die Büdinger SPD will im Zuge der bevorstehenden Fusion der Berufsschulen in Büdingen und Nidda beide Schulstandorte erhalten und hat dazu eine Resolution ausgearbeitet.

Sie soll in der nächsten Sitzung der Büdinger Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Der Text der Resolution lautet: "Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, die Berufsschulstandorte in Nidda und Büdingen zu stärken und spricht sich dafür aus, die beiden Standorte trotz Fusion zu erhalten. Die Stadtverordnetenenversammlung setzt sich im Sinne der Handwerksbetriebe in der Region dafür ein, dass eine wohnortnahe berufliche Bildung gewährleistet ist. Beide Schulen sollen in Zukunft als eine berufliche Schule mit unterschiedlichen Schwerpunkten weiterentwickelt, ausgebaut und mit entsprechenden Finanzmitteln ausgestattet werden."

Die Sozialdemokraten begründen diesen Schritt mit dem Argument, die Berufsbildung stelle für die Region einen zentralen Standortfaktor dar. "Es ist von elementarer Bedeutung, dass die Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung in den Regionen fest verankert und qualitativ verbessert wird. Damit langfristig beide Standorte erhalten werden können, muss der Schulträger ein ausgewogenes Bildungsangebot vorhalten und bestimmte Herausforderungen im Blick behalten", schreiben die Sozialdemokraten in ihrer Begründung.

"Auch wenn derzeit die Schülerzahlen stagnieren ist davon auszugehen, dass insbesondere in Büdingen die Zahl auch wieder steigen wird. Seit dem Schuljahr 2017/2018 steigen die Schülerzahlen an der Mittelpunktschule Büdingen", so die SPD weiter. Auch die Bevölkerungsentwicklung Büdingens sei steigend. "Durch die Erschließung neuer Baugebiete ist in den nächsten zehn Jahren mit einer starken Entwicklung zu rechnen. Viele Ausbildungsbetriebe suchen händeringend Nachwuchs - und viele Flüchtlinge suchen Arbeit."

Es sei Ziel der Stadt Büdingen, den Berufsschulzweig dauerhaft in Büdingen zu behalten. Dazu sei es notwendig, dass kontinuierlich investiert werde, um ein Ungleichgewicht mit Nidda zu vermeiden, das gegebenenfalls zur Aufgabe des Standorts Büdingen führen könnte. "Für uns steht fest, dass der ländliche Raum gestärkt werden muss. Es muss sichergestellt werden, dass die Auszubildenden wohnortnah beschult werden. Dies stärkt auch die Handwerksbetriebe in der Region", schreibt die SPD.

Zum Schuljahr 2020/21 werden die beiden Beruflichen Schulen in Nidda und Büdingen fusionieren. Mit der Fusion gehen drei Organisationsänderungen einher: Die Ausbildungsgänge Bäcker und Bäckereifachverkäufer werden wegen niedriger Ausbildungszahlen nur noch an der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg beschult. An der Beruflichen Schule in Nidda werden die bisherigen Schwerpunkte in der zweijährigen Berufsfachschule - Elektrotechnik, Metalltechnik und Fahrzeugtechnik - zum Schwerpunkt Mechatronik zusammengefasst. Die Fachoberschule der Beruflichen Schule am Gradierwerk in Bad Nauheim wird um den Schwerpunkt Ernährung und Hauswirtschaft (bislang in Nidda) erweitert. Gleichzeitig gibt sie den Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik auf.

Von den derzeit noch fünf Beruflichen Schulen im Wetteraukreis ist jene in Bad Nauheim das "Schwergewicht" mit rund 2000 Schülern. Gefolgt von der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg mit rund 1900 Schülern. Die Berufliche Schule in Butzbach wird von rund 1000 Schülern, die Schulen in Büdingen und Nidda werden zusammen von mehr als 1500 Schülern besucht.

 
 

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