Es bleibt beim Glyphosat-Einsatz in Büdingen

Veröffentlicht am 26.06.2019 in Stadtpolitik

Von Petra Ihm-Fahle / Kreisanzeiger - Erschienen am 25.06.2019

Einen Antrag der SPD, auf Grundstücken der Stadt Büdingen keine glyphosathaltigen Herbizide einzusetzen, lehnte die Stadtverordnetenversammlung während ihrer jüngsten Sitzung ab.

Einen Antrag der SPD, auf Grundstücken der Stadt Büdingen keine glyphosathaltigen Herbizide einzusetzen, lehnte die Stadtverordnetenversammlung während ihrer jüngsten Sitzung im Historischen Rathaus ab.

Die Ablehnung des Antrags, der aus dem Jahr 2017 stammt, hatte der Bau- und Planungsausschuss den Stadtverordneten mehrheitlich nahegelegt. Denn in der Zwischenzeit waren verschiedene Informationstermine und Beratungen erfolgt, wie aus der Begründung der Beschlussvorlage hervorging. So setzte ein Vertreter des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) die Mitglieder des Ausschusses im Februar über die Anwendung und Wirkungsweise von Glyphosat in Kenntnis. Vertreter der Ortslandwirte hätten Bedenken hinsichtlich eines Verbots dargelegt. Zudem wurde die Thematik im März durch eine Vertreterin des NABU Wetterau beleuchtet, die die Sichtweise zu den Auswirkungen auf Flora und Fauna darlegte. Während der Diskussion im Ausschuss hatte die SPD-Fraktion beantragt, den ursprünglichen Beschlussvorschlag auf das Einsatzverbot von Pestiziden, Herbiziden und Unkrautvernichtungsmitteln jeglicher Art zu erweitern. Der Bauausschuss war mehrheitlich aber nicht gefolgt.

Wie Sozialdemokrat Manfred Scheid-Varisco nun in der Stadtverordnetenversammlung erklärte, sei der Widerstand gegen den Antrag "erschreckend". Scheid-Varisco: "Wenn man den Landwirt fragt, bekommt man zur Antwort, dass Glyphosat beziehungsweise glyphosathaltige Herbizide gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen verwendet wird. Wenn das so ist, können wir ja alle unserem Antrag heute Abend zustimmen." Scheid-Varisco nannte drei Beispiele, die das tägliche Leben beträfen. Demnach seien Glyphosatspuren bei Untersuchungen in einigen konventionellen Müsli-Produkten, in einer Reihe beliebter Biersorten und in der Muttermilch stillender Frauen nachgewiesen worden. Laut Scheid-Varisco gibt es Anhaltspunkte, wonach der Konzern Monsanto, der Saatgut und Herbizide produziert, darüber nachgedacht habe, bestimmte Studien selbst zu schreiben und lediglich durch Wissenschaftler redigieren zu lassen. Er berief sich diesbezüglich auf einen Bericht des Fernsehmagazins "Fakt", allerdings hat Monsanto die Vorwürfe zurückgewiesen. Der Sozialdemokrat zitierte Marktheidenfeld und Marburg als Beispiele für das erfolgreiche Verbot von Glyphosat auf kommunalen Flächen aufgrund parlamentarischer Initiativen. "Zwischenzeitlich sind Glyphosat und weitere Pestizide in mittlerweile über 500 Kommunen in Deutschland verboten", sagte er. Das Pestizid Glyphosat sei ein Wirkstoff, der die biologische Vielfalt in der Natur massiv störe und letztlich vernichte. "Ich nenne hier nur Bienensterben und Artenschwund", betonte Scheid-Varisco.

Wie Joachim Cott (Grüne) anmerkte, habe sich Monsanto-Bayer laut einer aktuellen Meldung entschlossen, Glyphosat zwar beizubehalten, aber nach Alternativen zu forschen und dafür Milliardenbeträge auszugeben. Dies sei eine Folge des Drucks auf dem Aktienmarkt. "Es zeigt, dass die Kapitalinteressen aufgrund der Überzeugungsarbeit schon dabei sind, umzudenken."

Mit zehn Ja- und 13 Nein-Stimmen lehnten die Stadtverordneten den Antrag ab.

Hier der Bericht im Kreisanzeiger

 
 

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