Maikundgebung: SPD wirbt in Düdelsheim für Europa

Veröffentlicht am 02.05.2019 in Stadtteil

Kreisanzeiger vom 1. Mai 2019

Bei der Maikundgebung der SPD Düdelsheim haben die Sozialdemokraten für Europa geworben. Die Juso-Vositzende für den Bezirk Hessen-Süd, Nathalie Pawlik, warnte vor Populisten, die die EU zerstören wollten.

Die Tradition des 1. Mai wurde bei der Veranstaltung der Düdelsheimer SPD zum Feiertag der Arbeiter mehrfach betont. Der frühere Wetterauer SPD-Geschäftsführer Otto Geyer erinnerte an die erste Maikundgebung in Düdelsheim vor rund 50 Jahren. Auch die Juso-Vositzende für den Bezirk Hessen-Süd, Nathalie Pawlik, betonte die Erfolge der Arbeiterbewegung und sozialer Gerechtigkeit für Europa.

Der Vorsitzende der SPD Düdelsheim, Horst Richter, stellte die Verbindung zwischen dem 1. Mai und der Europawahl her. "Europa - jetzt aber richtig", zitierte er das Motto des DGB. "Wenn es die Europäische Union nicht gäbe, müsste man sie erfinden." Gegen die lauter werdende Kritik an der EU erklärte er, dass es ein Verdienst der europäischen Einigung sei, dass es seit Jahrzehnten Frieden in Europa gebe.

"Deutschland ist der größte Zahler", räumte er ein. "Wir profitieren aber auch am meisten. Hätten wir die EU nicht, hätten wir nicht diese wirtschaftliche Entwicklung", erläuterte er die Bedeutung des gemeinsamen Marktes für die deutschen Exporte. Aber auch die Bürger profitierten von der Reisefreiheit, der Möglichkeit, in der gesamten EU zu arbeiten, den vereinheitlichten Sozialstandards.

Pawlik wies darauf hin, dass die Freiheit des Arbeitsmarkts aber auch zu Lohndumping geführt habe. Unternehmen hätten gezielt billige Arbeitskräfte in Osteuropa angeworben. Deutlich sprach sie auch andere Schattenseiten der EU wie die gezielte Steuervermeidung von Großkonzernen an. Es dürfe nicht sein, dass kleine Buchhandlungen um die Existenz kämpften, während Internethändler wie Amazon kaum Steuern zahlten. "Die Menschen spüren Ungerechtigkeiten", nannte sie einen Grund für Vorbehalte gegen die EU, die von deren Gegnern geschürt würden. "Ich glaube, kein Mensch verliebt sich in einen Binnenmarkt", warb sie für eine EU, die sich an den Bedürfnissen ihrer Bürger orientiert. "Menschen verlieben sich in das Projekt Europa, wenn sie merken, dass es ihnen besser geht." Pawlik erklärte, ein europäischer Fonds, aus dem Renten und Sozialleistungen in Krisenzeiten gezahlt würden, könne für Stabilität sorgen. "Es kann nicht sein, dass wir es binnen weniger Wochen schaffen, Banken zu retten, aber es seit Jahrzehnten nicht schaffen, die Jugendarbeitslosigkeit im Süden Europas zu überwinden", forderte sie mehr soziales Engagement der EU ein. Sie warnte vor Populisten zum Beispiel in Ungarn, Polen oder Österreich, die die EU zerstören und auch mühsam erkämpfte Sozialstandards abschaffen wollten.

Gerade die Jugend müsse sich deutlicher für Europa aussprechen. Manchmal werde der Wert der EU beim Blick von außen deutlicher, erklärte sie. Sie sei 1992 in Sibirien geboren und 1999 mit ihren Eltern als Spätaussiedlerin nach Deutschland gekommen. "Meine Eltern haben die EU immer als Symbol für Demokratie und Meinungsfreiheit gesehen", betonte Pawlik.

 
 

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