Öffentliche Toilette am Bahnhof

Veröffentlicht am 03.07.2018 in Presse

BÜDINGEN - Büdingen (ihm). Öffentliche Toiletten an Bahnhöfen sind noch immer nicht selbstverständlich, auch am Büdinger Bahnhof gibt es bislang keine. Das soll sich nach dem Wunsch der Büdinger SPD, die das Thema in der jüngsten Sitzung des Parlaments aufs Tapet gebracht hatte, und der übrigen Stadtverordneten ändern.

Alle Stadtverordneten waren sich einig, dass man sich für die Errichtung einer Toilette einsetzen müsse. Doch nicht nur deshalb sorgte der Antrag für gute Laune, auch die erfrischenden Vorschlägen von Rolf Kleta (SPD) zur Gestaltung trugen dazu bei: "Vielleicht gelänge es, durch eine entsprechende Ausschreibung oder einen Wettbewerb, Architekten und Künstler zu Entwürfen zu bringen, die nicht nur ein stilles, sondern auch ein schönes Örtchen zur Folge hätten." In Hiroshima etwa habe ein Büro Toiletten im Origami-Stil präsentiert, im schweizerischen Uster stünden WCs in Form von Würfeln, bedeckt mit künstlicher Schlangenhaut. Kleta beantragte, den Magistrat zu beauftragen, eine attraktive öffentliche Toilette am Bahn- und Busbahnhof in Büdingen zu planen und zu errichten.

"Wir stimmen der SPD zu, dass eine öffentliche Toilette da sein muss. Jeder, der eine Gaststätte oder öffentlichen Raum betreibt, wo sich Menschen versammeln, braucht eine Toilette", erklärte Reiner Hornung (Pro Vernunft). Allerdings sollte die Stadt nicht gleich "Wir bauen sie selber" sagen, findet er. Hornung beantragte stattdessen, dass sich die Stadt an die Betreiber von Bus- und Bahnlinien wenden solle, um den Missstand zu beseitigen. Wie Bürgermeister Erich Spamer erwiderte, sei Hornungs Vorschlag "nicht abwegig". Die Stadtverwaltung sei mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Deutschen Bahn AG ohnehin im Gespräch: wegen der Neuordnung des Geländes durch die Bahn und dortigen Projekten der Stadt, beispielsweise der Erschließung eines Wegs vom Bahnhof hin zur Straße "Über der Seeme". Eventuell könne er, Spamer, mit der Bahn besprechen, ob die Stadt das WC zwar baut und betreibt, dies aber auf dem Gelände der Bahn tun dürfe. Seines Erachtens könne die Stadt von den Eigenmitteln, die sie für ihre eigene Baumaßnahme aufbringen muss, 50 000 Euro für eine Toilette abzweigen. Eine "künstlerische Toilette" sei allerdings nicht erforderlich, meinte Spamer.

Joachim Cott (Grüne) bezeichnete Toiletten als "Ort des Lebens". Die Idee finde er gut, aber "künstlerisch" müsse es nicht sein. Mehrheitlich lehnte das Parlament den Antrag der SPD ab, votierte aber einstimmig für Hornungs Änderungsantrag.

Kreisanzeiger vom 0.07.2018

 
 

 

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